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Übersetzungen literarisch: Honorare steigen langsam 
Weit geringer, als es die erklärte Absicht der Urheberrechtsnovellierung von 2002 war, sind in den letzten Jahren die Honorare für literarische Übersetzungen gestiegen. Nach einer neuen Umfrage des VdÜ / Bundessparte Übersetzer im Verband deutscher Schriftsteller (VS) in ver.di, die 484 Honorarmeldungen aus den Jahren 2002 – 2004 auswertet, stieg das durchschnittliche Honorar pro Normseite gegenüber der Umfrage 2000/2001 von 16,80 auf 17,50 € – das sind 4,2 Prozent insgesamt oder ganze 1,7 Prozent pro Jahr.
Bei den Sprachen reicht die Spanne von 16,80 (skandinavische Sprachen) bis 18,60 € (französisch); bei den Genres liegen verblüffenderweise Sachbücher mit 18,10 vor der Belletristik mit 17,70; Kinderbücher bringen im Schnitt lediglich 14,70 €. Damit liegen aber alle Honorare deutlich unter den 22 – 34 € je Normseite, die der VdÜ als gemeinsame Vergütungsregeln durchsetzen will. Da die Verleger die im Urheberrechtsgesetz vorgeschriebenen Verhandlungen über diese Vergütungsregeln blockieren, hat der VdÜ Klage erhoben.
Die komplette Umfrage steht zum Download auf der VdÜ-Website.

(04.02.2005)

Verweise zu diesem Artikel:
Honorarumfrage 2004 zum Download (PDF 108 KB)
Zum Vergleich: Forderungen des VdÜ zu gemeinsamen Vergütungsregeln
Honorarempfehlung literarische Übersetzung (noch in DM)

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Quelle: www.mediafon.net//meldung_volltext.php3?id=43147073effc5&akt=empfehlungen_empfehlungen_archiv&view=print&si=5a064c5188e8f&lang=1
Druckdatum: 20.11.2017, 12:29:17