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Allgemeine News (Archiv)

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Zahl junger IT-Freiberufler sinkt 
Der Altersdurchschnitt der Selbstständigen in der IT-Branche ist in den letzten Jahren dramatisch angestiegen. Wie aus der jüngsten Stundensatzauswertung der Freiberuflerportals www.gulp.de hervorgeht, sank der Anteil der unter 30-Jährigen in dieser Statusgruppe seit 1998 von 15,8 auf 2,6 und der der unter 40-Jährigen von 72 auf 30,8 Prozent;, während der Anteil der über 50-Jährigen von 6,2 auf 22,7 Prozent stieg. GULP hat dafür verschiedene Ursachen ausgemacht.

Frei arbeiten ist etwas für junge Leute? Das gilt in der IT-Branche schon längst nicht mehr. War der durchschnittliche IT-Freiberufler (soweit er bei GULP registriert war) im Jahre 1998 nur knapp über 35 Jahre alt, so ist er heute 43 und hat 19 Jahre Berufserfahrung. Dieser rasante Wandel muss mehr Ursachen haben als den demografischen Wandel und die allgemeine Tendenz der Auftraggeber, ihre Aufträge möglichst an Leute mit langjähriger Berufserfahrung im Projektgeschäft zu vergeben. Denn diese Zahlen bedeuten, dass in den letzten Jahren kaum noch junge Leute den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt haben, während kaum noch ältere Selbstständige in eine Festanstellung wechseln.

Dieser Trend wird nach Auffassung von GULP von den Universitäten verstärkt, deren Ausbildung kaum auf die Selbstständigkeit vorbereitet. Zudem seien die Goldgräberzeiten im IT-Bereich inzwischen vorbei: Wer ein gutes und sicheren Einkommen suche, sei häufig in einer Festanstellung besser aufgehoben.

Zu den Risiken der Freiberuflichkeit komme der Imageverlust der Informatik: Sie sei ”nicht mehr trendy”, schrieb ein Freiberufler, sondern inzwischen ”mainstream”. Abiturienten würde heute lieber Fächer wie Biotechnologie oder Energiewirtschaft studieren, die in der medialen Aufmerksamkeit inzwischen den Platz der Informatik eingenommen hätten, heißt es in der Studie. Als Folge habe die Zahl der Studienanfänger im Fach Informatik von 2000 bis 2006 um 26 Prozent abgenommen.

Aber auch die Wirtschaft verstärkt nach Auffassung von GULP diesen Trend, indem ”Unternehmen jüngere Informatiker einfach bevorzugt einstellen und den älteren – überspitzt ausgedrückt – nur die Selbstständigkeit bleibt, weil sie keine Festanstellung finden: . . . Unternehmen wollen junge, dynamische, wettbewerbsfähige und vor allem billige junge Spezialisten einstellen,” von Freiberuflern verlange sie dagegen langjährige Berufserfahrung.

Dennoch dürfen sich ältere Selbstständige keineswegs über eine Auftragsflut freuen: Die Zahl der Selbstständigen in den einzelnen Altersgruppen entspricht fast exakt dem Anteil der Anfragen, die von Unternehmen über die Auftragsbörse GULP an Selbstständige in der jeweiligen Altersgruppe gestellt werden. Mit der steigenden Zahl von Anfragen an ältere Selbstständige, nahm – fast proportional – auch die absolute Zahl der älteren Selbstständigen zu.

(18.05.2009)

Verweise zu diesem Artikel:
GULP-Auswertung ”Kein Urlaub, dafür weniger Geld. Es gibt immer weniger junge IT-Freiberufler.
Die Altersstatistik von GULP

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