Die Entwicklung zeige, so die Nürnberger Agentur in einer Pressemitteilung vom 5. August, "dass immer mehr Selbstständige mit ihrem Einkommen nicht das Existenzminimum absichern können". Über die Hälfte verzeichne ein monatliches Einkommen von weniger als 400 Euro. Besorgniserregend findet auch die die BA, das sich der Trend weiter fortsetze. Als Gründe dafür nennt sie Auftragsmangel und die "derzeit schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen".
Diese bedenkliche Entwicklung ist aber nur ein Teil der Medaille. Vor allem sieht die Agentur in der Selbstständigkeit als "Alternative zur Arbeitslosigkeit, auch in der Grundsicherung". Die zunehmenden Gründungen in "wirtschaftlich unruhigen Zeiten" würden von der Agentur durch Beratung und unterschiedliche finanzielle Hilfen begleitet. Darunter seit Jahresbeginn auch 12.000 ALG-II-Empfänger. Laut Heinrich Alt, Vorstandsmitglied der BA, gibt es in vielen Grundsicherungsstellen "spezielle Fachkräfte, die rund um das Thema Selbstständigkeit beraten und informieren" - und für die kommenden Monate mit einem steigenden Beratungsbedarf rechnen.
Anlass für die Herausgabe der Pressemeldung war die Veröffentlichung des "Berichts zur Selbstständigkeit im SGB II".
(05.08.2009)
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