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Zeitungsjournalismus: Ehemalige Vergütungsregeln Text 
Nach jahrelangen Verhandlungen hatten sich die Gewerkschaft ver.di und der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) mit dem Zeitungsverlegerverband (BDZV) auf Vergütungsregeln für freie Tageszeitungsjournalistinnen und -journalisten geeinigt. - Die wurden vom BDZV zum 1. März 2017 einseitig gekündigt.

Die Vergütungsregeln traten am 1. Februar 2010 in Kraft und definieren erstmals allgemeine Mindeststandards für die Texthonorare hauptberuflicher Journalistinnen und Journalisten bei Tageszeitungen. Gut drei Jahre später folgten dann noch Vergütungsregeln für Fotos.

Durch die Kündigung der Verleger existiert zurzeit keine verbindliche Regelung über die Mindesthonorare für Texte (und Fotos) in Tageszeitungen. Da aber das Recht auf angemessene und übliche Vergütung nach §32 Urheberrechtsgesetz weiterhin gilt, dürften die ehemals vereinbarten Mindesthonorare von Gerichten weiterhin als eine Untergrenze angesehen werden, die von den Verlagen nicht unterschritten werden dürfen.

Die dju in ver.di und der DJV haben eine gemeinsame Kampagne mit dem Ziel gestartet, die vereinbarten Mindesthonorare an Tageszeitungen auch durchzusetzen: www.faire-zeitungshonorare.de. Dieses Ziel gilt weiterhin und so heißt es dort in einer ersten Stellungnahme zur Vertragskündigung: "Die Kündigung der Vergütungsregeln sollte nicht zur Resignation verleiten. Das neue Urhebervertragsrecht bietet zusätzliche Möglichkeiten, um Ansprüche gegenüber Verlagen durchzusetzen. Mittelfristig sind Verlage daher gut beraten, durch neue Vergütungsregeln klare und faire Nutzungsbedingungen für Beiträge mit den Verbänden der freien Journalisten zu vereinbaren."

(01.03.2017)

Verweise zu diesem Artikel:
Die Vergütungsregeln Text und Foto (PDF, 42 kB)
Ratgeber mediafon zum Anspruch auf angemessenes Honorar

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Quelle: www.mediafon.net//meldung_volltext.php3?id=4b43159491bad&akt=empfehlungen_empfehlungen&view=print&si=59d869afb941b&lang=1
Druckdatum: 24.10.2017, 02:19:01