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IT-Honorare: Aufschwung deutlich gebremst 

Die positive Entwicklung der Honorare, die Selbstständige im IT-Bereich von ihren Auftraggebern fordern, ist im letzten Halbjahr ins Stocken geraten. Mit 73 € lag die durchschnittliche Stundensatzforderung genauso hoch wie im Sommer 2011, entwickelte sich aber zumindest in Teilbereichen dennoch leicht nach oben. Das geht aus der jüngsten halbjährlichen Auswertung des Freiberuflerportals gulp.de zum Stichtag 1.2.2012 hervor.


In die Auswertung eingegangen sind die Daten von rund 75.000 Selbstständigen, die ein Profil bei GULP haben, sowie rund 80.000 Projektanfragen, die vom 1.8.2011 bis zum 31.1.2012 über GULP abgewickelt wurden. Die wichtigsten Ergebnisse:
  • Mit 73 € stagnieren die durchschnittlich verlangten Stundensätze auf ihrem bisherigen Höchststand, den sie erstmals im Frühjahr 2002 und dann wieder im Sommer 2011 erreicht hatten. Zu Beginn der GULP-Auswertungen im Jahre 1998 hatten sie bei 60 € gelegen und hatten nach einem Zwischenhoch dann im Frühjahr 2005 mit 65 € ein erneutes Tief erreicht.
  • Die von den Auftraggebern "kontaktierten" Stundensätze stiegen dagegen im letzten Halbjahr um einen Euro auf 72 €, liegen damit aber weiterhin leicht unter den durchschnittlichen Forderungen der Selbstständigen.
  • Auch in Österreich und der Schweiz machten die durchschnittlich geforderten Stundensätze einen weiteren Schritt nach oben und stiegen gegenüber dem Sommer 2011 von 75 auf 76 (A) bzw. sogar von 90 auf 92 € (CH).
  • Dafür, dass sich hinter der scheinbaren Stagnation immer noch eine leichte Aufwärtsentwicklung verbirgt, die allerdings der mathematischen Rundung zum Opfer gefallen ist, spricht auch, dass die durchschnittlich geforderten Stundensätze nur in vier der zehn Postleitzahlbereiche in Deutschland unverändert blieben; in den sechs anderen stiegen sie um jeweils einen Euro. Spitzenreiter mit 75 € sind hier nunmehr die Postleitzahlbereiche 2 . . . und 6 . . . vor den Bereichen 4 . . ., 5 . . . und 8 . . . mit jeweils 74 €, während der ostdeutsche Postleitzahlbereich 0 . . . mit unverändert 66 € weiterhin das Schlusslicht bildet. Davor liegt Berlin und Umzu (Postleitzahlbereich 1 . . .) mit 69 € (+1).
  • Aufgegliedert nach Lebensalter beginnen die Honorare mit 59 € (-2) für die 25 – 29Jährigen, steigen dann bis auf 76 € (+1) für die 40 – 44Jährigen an, um bis zur Gruppe der über 65Jährigen dann wieder bis auf 65 € abzufallen.
  • Unter den Berufsgruppen bleiben die Projektleiter mit 81 und die Berater mit 77 € (beide unverändert) vorn, während die Administratoren mit 59 € (+1) weiterhin das Ende der Tabelle bilden. Den vorletzten Platz nehmen wie schon bei früheren Auswertungen die Hardware-Entwickler mit 62 € (+1) ein.

(Zur Erläuterung: www.gulp.de wertet halbjährlich die Profile der dort eingetragenen IT-Selbstständigen aus und ermittelt dabei zum einen die durchschnittlichen Stundensätze, die in den Profilen als Forderung genannt werden. Zum anderen werden die "kontaktierten" Stundensätze ermittelt, also die durchschnittlichen Forderungen derjenigen Selbstständigen, an die sich Auftraggeber mit Projektanfragen gewandt haben.)

(09.03.2012)


Verweise zu diesem Artikel:
Die vollständigen Daten von GULP 1998 – 2011
Der mediafon-Ratgeber zum Thema "Was ist eigentlich ein angemessenes Honorar?"

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