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IT: Honorare steigen seit fünf Jahren 

Die Honorare für Selbstständige im IT-Bereich sind nun bereits im fünften Jahre stabil und kontinuierlich gestiegen. In diesem Sommer lagen ihre durchschnittlichen Stundensatzforderungen bei 76 € und damit so hoch wie nie zuvor. Das geht aus der jüngsten Auswertung des Freiberuflerportals gulp.de zum Stichtag 1.8.2014 hervor.


In die Auswertung eingegangen sind die Daten derjenigen der rund 90.000 Profile von Selbstständigen bei GULP, die in den letzten sechs Monaten aktualisiert wurden, sowie sämtlicher Projektanfragen, die über GULP abgewickelt wurden – im Jahre 2014 waren das nach Angaben von GULP bisher rund 145.000. Die wichtigsten Ergebnisse:
  • Mit 76 € liegen die durchschnittlich verlangten Stundensätze stabil über dem Hoch zu Beginn des Jahrtausends, dem von 2002 – 2004 ein dramtischer Absturz von 72 auf 64 € gefolgt war. Gegenüber den 75 €, die GULP vor einem Jahr ermittelt hatte, ist das freilich nur eine Steigerung um einen einzigen Euro, und auch langfristig liegt die durchschnittliche Erhöhung der Honorarforderungen in diesem Jahrtausend gerade bei 1,1 Prozent pro Jahr.
  • Die von den Auftraggebern "kontaktierten" Stundensätze blieben im letzten Jahr mit 73 € unverändert, was dem bisherigen Höchststand des Jahres 2008 entspricht. Interessanterweise erhalten Leute mit Forderungen zwischen 60 und 79 € überproportional viele Projektanfragen, während Forderungen unter 49 und über 90 € auf eine unterdurchschnittliche Nachfrage stoßen.
  • Auch in der Schweiz gab es eine leichte Zunahme der geforderten Stundensätze von 94 auf 95 €, womit der bisherige Höchststand des Jahres 2002 von 97 € freilich noch nicht wieder erreicht ist. In Österreich machten die Forderungen nach längerer Stagnation einen deutlichen Sprung von 76 auf 79 €. Einen Vergleich der innerdeutschen Regionen hat GULP in diesem Jahr nicht vorgenommen.
  • Aufgegliedert nach Lebensalter reichen die durchschnittlichen Honorarforderungen von 65 € (+3) bei den unter 30-Jährigen bis zu 79 € (+1) in der Altersgruppe zwischen 45 und 49 Jahren, um dann bis zur Gruppe der über 65Jährigen wieder auf 75 € (+7) abzufallen. Bemerkenswert ist, dass die Erhöhung des durchschnittlich geforderten Stundensatz bei den unter 30-Jährigen mit 6 € oder 10,2 Prozent am deutlichsten ausfiel. Ebenfalls plus 6 € – allerdings von einem höheren Ausgangsniveau – erreichte die Altersgruppe zwischen 45 und 54 Jahren; unter dem Durchschnitt blieben die 30 – 39-Jährigen (+4 €) und die über 60-Jährigen (+3 €). Bei den unter 34-Jährigen liegen die von den Auftraggebern angebotenen ("kontaktierten") Stundensätze weiterhin über den geforderten.
  • Dabei werden die IT-Selbstständigen im Durchschnitt immer älter: Waren vor fünf Jahren noch 58,1 Prozent der bei GULP eingetragenen Freelancer jünger als 45, sind es aktuell nur noch 38,5 Prozent. Der Anteil der unter 45-Jährigen nahm dabei um 20 Prozentpunkte ab.
  • Unter den Berufsgruppen bleiben die Projektleiter mit 84 (±0) und die Berater mit 81 € (+1) vorn, während die Administratoren mit 61 € (±0) weiterhin das Ende der Tabelle bilden. Einen deutlichen Sprung nach vorn haben die Trainer gemacht, die mit 80 € (+6) den dritten Platz einnehmen.

(Zur Erläuterung: www.gulp.de wertet regelmäßig die Profile der dort eingetragenen IT-Selbstständigen aus und ermittelt dabei zum einen die durchschnittlichen Stundensätze, die in den Profilen als Forderung genannt werden. Zum anderen werden die "kontaktierten" Stundensätze ermittelt, also die durchschnittlichen in den Profilen genannten Forderungen derjenigen Selbstständigen, an die sich Auftraggeber mit Projektanfragen gewandt haben.)
Diese Auswertungen nimmt GULP seit 1998 regelmäßig zum Stichtag 1. August vor.


(29.10.2014)


Verweise zu diesem Artikel:
Die vollständigen Auswertung von GULP
Der mediafon-Ratgeber zum Thema "Was ist eigentlich ein angemessenes Honorar?"

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