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Anhang

KSK-Beiträge, Beitragsverfahren und Kontrollen

Im Unterschied zu Arbeitnehmern, deren Beiträge zur Sozialversicherung sich allein aus dem tatsächlich erzielten Bruttoentgelt berechnen, richten sich die Beiträge von Freien bei der KSK nach dem vorab geschätzten Einkommen.

Dazu müssen die Versicherten der KSK bis zum 1.12. jedes Jahres ihr voraussichtliches Arbeitseinkommen für das folgende Jahr melden. Aus dieser Schätzung berechnet die KSK dann den für das ganze nächste Jahr gültigen Monatsbeitrag. Im Jahre 2014 beträgt der durchschnittliche

  • Mindestbeitrag 73,22 €,
  • Höchstbeitrag 946,01 / 856,24 €.

(Hinzu kommen gegebenenfalls noch 1,13 – 10,13 € Kinderlosenzuschlag in der Pflegeversicherung.) Den Mindestbeitrag müssen auch Berufsanfänger zahlen, selbst wenn sie ein Einkommen unter dem Mindesteinkommen von 3.901 € im Jahr angeben.

Beitragssätze, Grenzen sowie Mindest- und Höchstbeiträge in den einzelnen Versicherungsarten sind den folgenden Kapiteln zu entnehmen.

Welche Beiträge sie nach der Einkommensschätzung konkret zu zahlen haben, teilt die KSK den Versicherten Anfang des Jahres mit. Es empfiehlt sich, der KSK dafür eine Einzugsermächtigung zu geben oder zumindest einen Dauerauftrag einzurichten. Denn wer mit seinen Beiträgen in Rückstand gerät und trotz Mahnung der KSK nicht zahlt, verliert jeden Leistungsanspruch, bis die Rückstände vollständig bezahlt sind!

Wer einmal aufgenommen ist, bleibt über die KSK so lange versichert, wie die Versicherungsvoraussetzungen erfüllt sind. Sind sie das nicht mehr, sind die Versicherten verpflichtet, das der KSK mitzuteilen. Da das erfahrungsgemäß aber viele unterlassen, ist die KSK durch eine "Beitragsüberwachungsverordnung" zu Kontrollen bei Versicherten verpflichtet worden. Geprüft wird dabei, ob die Versicherungsvoraussetzungen noch erfüllt sind und ob das gemeldete (geschätzte) Einkommen halbwegs mit dem tatsächlichen übereinstimmt.

Und wer zwischendurch eine befristete Festanstellung angeboten bekommt, teilt das der KSK einfach mit. Dann endet die Versicherung über die KSK für diese Zeit – und beginnt nach Ende des festen Jobs von Neuem. Dass manche Leute in so einem Fall der KSK von ihrem Glück nichts mitteilen, weil sie Angst haben, sonst "aus der KSK rauszufliegen", ist ein teurer Unsinn. Denn dann zahlen sie während dieser Zeit – völlig unnötig – doppelte Krankenversicherungsbeiträge. Und wenn die Festanstellung zu Ende ist, muss die KSK sie ja wieder versichern – ist schließlich eine Pflichtversicherung!



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