Pflegeversicherung

Die Pflegeversicherung ist eine Pflichtversicherung für alle Bürgerinnen und Bürger der Bundesrepublik, egal ob sie Hausfrauen, Künstler oder Unternehmerinnen, ob sie gesetzlich, privat oder über andere Systeme krankenversichert sind. Nur wer überhaupt keinen Krankenversicherungsschutz hat (was es ja nach der Gesundheitsreform ab 2009 nicht mehr geben sollte), wird auch nicht in die Pflegeversicherung aufgenommen.

Eine Pflegeversicherung bieten alle gesetzlichen und privaten Krankenkassen an; abgeschlossen wird sie im Regelfall dort, wo man auch krankenversichert ist.

Dabei entspricht der gesetzlichen Krankenversicherung die "soziale Pflegeversicherung", wie alle gesetzlichen Krankenkassen sie anbieten. Hier gelten dieselben Bestimmungen und Bemessungsgrenzen wie für die gesetzliche Krankenversicherung. Der Grundbeitrag beträgt 2,55% vom maßgeblichen Einkommen, was einem Mindestbeitrag von 12,64 € (über die KSK) und einem Höchstbeitrag von 121,80 € im Monat entspricht. Arbeitnehmerinnen und KSK-Versicherte zahlen davon nur die Hälfte. Versicherte, die keine Kinder haben, müssen zusätzlich 0,25% vom maßgeblichen Einkommen zahlen, also 1,24 bis 10,88 €, zu denen es keinen Arbeitgeber- oder KSK-Zuschuss gibt. Der Beitrag schließt ohne Zuzahlung die Versicherung aller Familienmitglieder ohne eigenes Einkommen ein.

Wer privat krankenversichert ist, muss eine private Pflegeversicherung abschließen. Deren Mindestleistungen sind gesetzlich vorgeschrieben; die Beiträge sind einkommensunabhängig und steigen mit dem Eintrittsalter; im Unterschied zur privaten Krankenversicherung sind Kinder (nicht aber Ehepartner) ohne eigenes Einkommen hier kostenfrei mitversichert. Nach den ersten fünf Versicherungsjahren, in denen auch Risikozuschläge erhoben werden dürfen, darf der Beitrag den Höchstbeitrag in der gesetzlichen Pflegeversicherung nicht übersteigen.

Wer über die KSK versichert ist, erhält auch zur privaten Pflegeversicherung den halben Grundbeitrag als KSK-Zuschuss – höchstens jedoch die Hälfte des Beitrages, der in der sozialen Pflegeversicherung fällig wäre. Bei Arbeitnehmerinnen, unständig Beschäftigten und Scheinselbstständigen trägt der Arbeitgeber den halben Grundbeitrag.



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Quelle: www.mediafon.net//ratgeber_haupttext.php3?id=40e04aef1f212&ref=e_40e01b93dca21&si=5a064c3b23c5c&view=print&lang=1
Druckdatum: 20.11.2017, 20:10:45