Staatlich geförderte Altersvorsorge: 'Riester'- und 'Rürup-Rente'

Zurzeit gibt es zwei Möglichkeiten, private Vorsorge neben der gesetzlichen Rentenversicherung mit staatlicher Förderung zu betreiben: die nach ihren jeweiligen Erfindern benannte "Riester-Rente" und "Rürup-Rente".

  • Wer in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert ist – egal ob als Arbeitnehmerin, als Publizist, als freiberufliche Dozentin, als Tagesmutter oder "auf Antrag" – und zusätzlich eine private Altersvorsorge abschließt, hat Anspruch auf staatliche Hilfen, die als "Riester-Rente" bekannt geworden ist. Außerdem hat Anspruch auf diese Zulagen, wer mit einer "rieser-berechtigten" Person verheiratet ist oder wer ein Kind in den ersten drei Lebensjahren erzieht.
    Wer sowieso eine private Altersvorsorge abschließen wollte, sollte die Riester-Rente durchaus in Betracht ziehen , dabei allerdings genau rechnen, welcher Vertrag die günstigsten Konditionen bietet. Die Unterschiede sind enorm, für alle Riester-Verträge allerdings gilt: Hier gibt es Geld vom Staat für ganz normale Vorsorgeverträge. Dass man mit den geförderten Verträgen keine besonders großen Sprünge machen kann, ist eine ganz andere Frage.
    Gefördert werden nur Anlagen, die in einem speziellen Verfahren als "riesterfähig" zertifiziert wurden. Eine Übersicht über die verschiedenen Anlageformen mit Entscheidungshilfen, welche Form für wen am besten ist, sowie ausführliche Tests und Bewertungen von zahllosen Angeboten zur Riester-Rente findet man im Finanztest Spezialheft "Altersvorsorge", das bei der Stiftung Warentest bestellt werden kann.- Auch die weiter hinten beschriebenen Angebote der Pensionskasse, der VddB, der VddKO und des VBLU sind "riesterfähig"; die Details zur Konstruktion der Riester-Rente stehen in einem gesonderten Kapitel.
  • Wer keinen Zugang zur Riester-Rente hat, weil er nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert ist, kann mit der "Rürup-Rente" immerhin noch steuerliche Vorteile erzielen. Da es hier um ein reines Steuersparmodell geht, empfiehlt sie sich vor allem für Selbstständige, die ein hohes Einkommen (also einen hohen Steuersatz) haben und hohe Beiträge für ihre Altersvorsorge aufbringen. Auch hierzu stehen zahlreiche Einzelheiten und Tests im oben genannten Finanztest-Spezial; die genaue Funktionsweise wird ebenfalls in einem gesonderten Kapitel beschrieben.

Für beide Vorsorgeformen gilt seit 2017: Alle Anbieter solcher Verträge sind verpflichtet, ihren Kunden vor Abschluss des Vertrages ein Produktinformationsblatt vorzulegen. Damit sollen die Preise, die teilweise exorbitanten Provisionen, die Risiken und möglichen Gewinne der Anlagen transparenter und vergleichbar werden.



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Wie funktioniert die 'Riester-Rente' für Selbstständige?
Wie funktioniert die ’Rürup-Rente’?



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Quelle: www.mediafon.net//ratgeber_haupttext.php3?id=40e04c347c2cb&view=print&si=5a064c3b23c5c&lang=1
Druckdatum: 18.11.2017, 15:02:56