Private Altersvorsorge

Dieser Ratgeber kann und soll keine Finanzberatung ersetzen. Wer sich Gedanken über eine private Altersvorsorge macht – sei es als Grundsicherung, sei es als Ergänzung zur gesetzlichen Rentenversicherung –, kommt an einem Beratungsgespräch nicht vorbei: Für die Erarbeitung eines individuellen Vorsorgekonzepts braucht man Spezialistinnen und Spezialisten, etwa unabhängige Versicherungskaufleute. Um eine umfassende und seriöse Einschätzung zu treffen, werden die von der Versicherungsbiografie über die Vermögensverhältnisse bis hin zu den beruflichen und familiären Umständen alle möglichen Fragen klären. Das kann wirklich nur ein Fachmensch und kein kurzer Ratgeber-Text.

Für vertiefende und aktuelle Informationen zu Vorsorgekonzepten bieten sich beispielsweise die einschlägigen Broschüren und Vergleichstests der Stiftung Warentest an. Die hat sich beispielsweise (im Augustheft 2017 von Finanztest) auch mal auf die Socken gemacht und geschaut, wie verschiedene Institutionen so beraten, wenn eine schon vorhandene gesetzliche Rente durch private Vorsorge aufgestockt werden soll. Das Ergebnis lautet "Die Beratungsleistung reicht von ordentlich bis lausig". Trotzdem bleibt es dabei, dass an den Profis (am besten hat die Beratung der DRV abgeschnitten) kein Weg vorbeiführt. Am wichtigsten für jedes Vorsorgekonzept ist sicher der Finanztest-Rat: "Eine Beratung bringt umso mehr, je besser Sie sich selbst vorbereiten" und dazu auch alle relevanten Papiere wälzen. Wer vorhat eine gesetzliche Rente aufzustocken, kann bei der Stifung übrigens auch einen kleinen Java-Rechner herunterladen, der hilft die Differenz zwischen gesetzlicher Rente und gewünschtem Lebens­stan­dard berechnet.

Umhören sollte man sich auch bei den einschlägigen Gewerkschaften und Berufsverbänden. Die können bei einigen Berufen Spezialversicherungen empfehlen, die durch den Verzicht auf Außendienst sowie hohe Abschlussgebühren und Renditen besonders preiswert sind. In manchen Branchen gibt es hierfür sogar eigene berufsspezifische Einrichtungen, bei denen die Vorsorge – nicht zuletzt wegen der von den Gewerkschaften und Verbänden ausgehandelten Auftraggeber-Zuschüsse – zusätzlich günstiger wird.

Vorsorge für Medienschaffende

Zwei berufsspezifische Einrichtungen aus dem Medienbereich, die speziell für Selbstständige geeignet sind und "ohne Gewinnstreben nur zum Nutzen der Versicherten" arbeiten und deren Leistungen speziell auf die Erfordernisse der entsprechenden Berufe zugeschnitten sind, werden hier noch einmal detaillierter vorgestellt:

  • die Presse-Versorgung (für sehr viele Medienberufe),
  • die Pensionskasse Rundfunk (speziell auch für Selbstständige),

Beide Einrichtungen haben in Vergleichen immer gut abgeschnitten – was nicht heißt, dass sie unbedingt die allerbilligsten sind. Wer genau vergleichen will, wird um einen individuellen Vergleich der Versicherungsmakler nicht herumkommen. Das gilt auch, wenn Verträge gesucht werden, die besonderen ethischen oder ökologischen Ansprüchen genügen sollen. Und Vorsicht: Vergleichen lässt sich immer nur, was die Versicherungen in der Vergangenheit ausgeschüttet haben. Wie lohnend sie ihr Geld in der Zukunft anlegen, d.h. wie hoch die Auszahlung am Ende wirklich ist, weiß niemand im Voraus!



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Quelle: www.mediafon.net//ratgeber_haupttext.php3?id=40e04c770a8ae&view=print&si=5a064c5188e8f&lang=1
Druckdatum: 19.11.2017, 09:54:09