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Der Start
Startformalitäten
Gewerbeanmeldung
Anmeldung beim Finanzamt
Fragebogen zur steuerlichen Erfassung
Mitgliedschaft in der Industrie- und Handelskammer
Eintrag im Handelsregister
Meldepflichten für Arbeitgeber
Starthilfen der Arbeitsagentur
Gründungsberatung und -Gründungshilfen
Selbstständig im Nebenberuf
Statusfragen
Das Geschäft
Diverse Alltagsfragen
Kooperation
Gewinnsteuern
Umsatzsteuer
Sozialversicherung
Geschäftsversicherungen
Urheberrecht
Gesundheit
Interessenvertretung
Anhang

Startformalitäten

Vor die selbstständige Arbeit hat der Gesetzgeber die Bürokratie gesetzt. Aber keine Bange: So schlimm ist das auch wieder nicht. Die Behörden gehen inzwischen recht fair mit Solo-Selbstständigen um. Sollte man einen vorgeschriebenen Schritt versäumt haben, bekommt man in der Regel ein freundliches Schreiben. Wer allerdings auch solche Mahnungen ignoriert, muss mit Problemen rechnen.

Nur zwei Dinge sollte man auf keinen Fall versäumen: Wer mit selbstständiger Arbeit nennenswerte Mengen Geld verdient und im nächsten Jahr keine Steuererklärung macht, begeht Steuerhinterziehung. Und die ist strafbar. Ebenfalls unangenehm wird es, die Krankenversicherungspflicht für Selbstständige zu ignorieren.

Entscheidend für den Umfang der sonstigen Bürokratie - nicht nur in der Startphase - ist die Frage, ob es sich bei meiner Tätigkeit um einen freien Beruf, ein Gewerbe oder ein Handwerk handelt, und ob ich im gewerblichen Bereich als Kaufmann oder als Kleingewerbetreibender einzustufen bin. Wer das noch nicht weiß, sollte sich zunächst einmal in das Kapitel Statusfragen begeben.

Je nach Status sind zum Start folgende Schritte obligatorisch:

Vielleicht kommen wir in Sachen Anmeldebürokratie irgendwann auch einmal so weit wie Österreich: Dort können Solo-Selbstständige seit Juli 2017 die Anmeldungen komplett über einen "One-Stop-Shop" erledigen. Das heißt: Bei der eGründung für Einzelunternehmen müssen die verschiedenen Behörden und Sozialkassen nicht mehr einzeln kontaktiert werden.

Weitere Schritte, die im eigenen Interesse zu organisieren sind:

  • Nicht nur die Krankenversicherung ist eine Pflichtversicherung, für einige Selbstständige ist es auch die gesetzliche Altersvorsorge. Die ist nicht allein für Pflichtversicherte ein Thema, bei denen Beiträge bis zu vier Jahre rückwirkend verlangt werden können, sondern für alle, die nach dem Arbeitleben nicht in die Altersarmut rutschen wollen.
  • Wer Texte schreibt oder Kunst schafft, sollte einen Wahrnehmungsvertrag mit der zuständigen Verwertungsgesellschaft schließen. Dort gibt es Geld umsonst – aber nur nach Abschluss des entsprechenden Wahrnehmungsvertrages.
  • Wer selbstständig arbeitet, braucht kollegialen Austausch und eine Interessenvertretung. Klar, dass wir hier ver.di empfehlen, die in den Fachgruppen aktuelle Informationen aus dem Berufsfeld liefert, den Rechtsschutz übernimmt und zusätzlich die Interessen aller Solo-Selbstständigen gegenüber der Politik in einer eigenen beteiligungsorientierten Struktur organisiert. - Auf jeden Fall gehören Solo-Selbstständige, die sich organisieren wollen, in eine alternative Organisation zu traditionellen Arbeitgeberverbänden und auch zu den mit diesen kooperierenden Berufsverbänden, um ihre Interessen durchzusetzen.



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