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Selbstständig und Rente oder Erwerbsminderungsrente
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Selbstständig und Rente oder Erwerbsminderungsrente

Altersrente

Wer eine normale Altersrente bezieht, kann daneben so viel verdienen, wie er will. Auch bei der Regelaltersrente, die je nach Geburtsjahr zwischen 65 und 67 Jahren beginnt, sind die üblichen Regeln zu Startformalitäten, Steuern und Sozialversicherung zu beachten, die in eigenen Kapiteln beschrieben sind. Zum Thema Hinzuverdienst bei einer normalen Altersrente gibt es bei der DRV eine eigene Broschüre. Die geht auch auf die seit Anfang 2017 geltenden besonderen Regeln zur sogenannten Flexi-Rente ein. Diese sollen den Übergang zwischen Erwerbstätigkeit und Ruhestand flexibler und das Arbeiten nach Erreichen des Regel-Rentenalters attraktiver machen. Die wesentlichen Neuerungen sind:

  • Wer ohne Rentenbezug weiterarbeitet, bekommt für jeden Monat einen dauerhaften Rentenzuschlag von 0,5 Prozent. Eine weitere Erhöhung ergibt sich durch Beitragszahlungen während der Verschiebung des Renteneintritts.
  • Wer sich stattdessen die Rente auszahlen lässt, muss auf Jobs neben der Rente keine Rentenbeiträge zahlen, kann dies aber tun. Wer das will, um die Rentenzahlungen zu erhöhen, muss dies dem Arbeitgeber – bei Publizistinnen und Künstlern der Künstlersozialkasse – mitteilen.

Erwerbsminderungsrente

Für eine Rente vor Erreichen des Regelrentenalters - also bei einer Erwerbsminderung - gilt eine ziemlich einfache Pauschalregel: Ohne Kürzung dürfen jährlich bis zu 6.300 € brutto verdient werden. Wird dieser Jahreswert überschritten, werden 40 Prozent des Mehrbetrags von der Rente abgezogen.

So einfach ist die Rechnung aber erst seit Juli 2017. Für die Vergangenheit gelten noch die starren Teilrentenstufen und Verdienstgrenzen sowie kompliziertere Regeln zum Zuverdienst und der Einkommensanrechnung, die wir hier zusammengefasst haben.

Zur Berechnung der neuen Zuverdienstregeln bei vorgezogenen Renten erstellt die DRV erst einmal eine (auf Angaben der Versicherten beruhende) Prognose, wie hoch der Jahres-Zuverdienst ausfallen wird. Liegt dieser Schätzwert über 6.300 Euro, wird die Rente um 40 Prozent des darüber liegenden Einkommens gekürzt. Jeweils zum 1. Juli des Folgejahres wird abgerechnet. Das heißt: Auf Grundlage der echten Zahlungen wird die Rente ausgeglichen und die Prognose angepasst. Zwischendurch kann ein Antrag auf Neuberechnung gestellt werden, wenn sich die Umstände so ändern, das sich dauerhaft größere Abweichungen zur Jahresprognose ergeben.

Für über eine gesetzliche Krankenkasse Versicherte gelten – je nach Art und Umfang der (Erwerbsminderungs-)Rente – unterschiedliche Regeln zur (Weiter-)Versicherung:

  • Wer über die Krankenversicherung der Rentner als Regelrentner versichert ist, zahlt auf den Zuverdienst (wie auf andere Geldzuflüsse neben der Rente) zusätzlich zum von der DRV bezuschussten Beitrag auf die Rente den Regelbeitrag für Selbstständige (respektive die sogenannten freiwillig Versicherten) auf die weiteren Einkommen.
  • Wer nur teilweise erwerbsgemindert ist, bleibt versicherungspflichtig in der Kranken- und Pflegeversicherung.
  • Wer voll erwerbsgemindert ist und nicht mehr arbeitet, wird als Rentnerin oder Rentner versichert – gegebenenfalls über die Krankenversicherung der Rentner (KdR).
  • Wer voll erwerbsgemindert ist und die volle Rente dafür erhält, aber gleichzeitig einer versicherungspflichtigen Beschäftigung nachgeht, wird nicht nach den Regeln für Rentenbezieher, sondern denen für Pflichtversicherte behandelt.



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Altregelungen zur vorgezogenen Rente (bis 30.6.2017)
Weitere interessante Links
Flexirente: Das ist neu (DRV-Broschüre)
Erwerbsminderungsrente (DRV-Broschüre)
Erwerbsminderungsrente und Hinzuverdienst (DRV-Broschüre)
Geldtipps.de-Informationen: Erwerbsminderungsrente (und Zuverdienstgrenzen bis 6/17)
Warentest: Tipps und Infos zur EM-Rente


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