Fort- und Weiterbildung

Zur Professionalität gehört Weiterbildung. Das sollte eigentlich selbstverständlich sein. Wer das vernachlässigt, verliert schnell den Anschluss. In manchen Branchen manchmal schon nach einem Jahr. Einige professionelle IT-Selbstständige beispielsweise, kalkulieren ihren Aufwand für Weiterbildung auf ein Drittel bis die Hälfte ihrer Arbeitszeit. Wer das nicht in seine Preise einrechnet, bekommt Probleme.

In einigen Berufen, etwa bei Ärzten, gibt es sogar eine gesetzlich verankerte Fortbildungspflicht. Auch selbstständige "Heilmittelerbringer" wie Physiotherapeutinnen müssen neuerdings in bestimmten Abständen ihre Fortbildungen nachweisen. Ansonsten können ihnen die Honorare gekürzt werden.

Aber auch in diesem Fall sollte man die Weiterbildung nicht auf fachliche Inhalte beschränken. Je komplexer die eigenen Projekte werden, je größer die Projektgruppen, in die man eingebunden ist, umso wichtiger werden Themen wie

  • Wie organisiere ich Zusammenarbeit mit anderen?
  • Wie organisiere ich meine Zeit?
  • Wie organisiere ich mein Lernen?
  • Wie gehe ich mit Kollegen und Mitarbeiterinnen um?

Die Antworten darauf lassen sich kaum aus den üblichen Fachzeitschriften gewinnen – da bedarf es größerer Anstrengungen. Wer spezielle Weiterbildungsangebote sucht, findet die umfassendste Übersicht mit fast 2 Mio. Kursen und fast 18.000 Studienangeboten aus sämtlichen Fachgebieten in der Datenbank KURS auf der Web-Site der Arbeitsagentur.

Die Kosten für Fortbildungen sind extrem unterschiedlich. Nur wenige Auftraggeber – etwa einige öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten – sind bereit, ihren arbeitnehmerähnlichen Selbstständigen Fortbildungen zu finanzieren. Unter welchen Bedingungen die Arbeitsagenturen Bildungsmaßnahmen finanzieren, steht im Kapitel "Weiterbildung über die Arbeitsagentur". Aber auch wer nicht arbeitslos ist, hat bei der Weiterbildung unter Umständen Anspruch auf staatliche Förderung mit Hilfe des Prämiengutscheins.

Sehr oft wird mediafon gefragt, wer wirklich gute Fortbildungen für möglichst wenig Geld anbietet. Und wie man das vorher erkennt. Konkret zu beantworten ist diese Frage nicht, zumal sich auf dem Markt neben den als seriös bekannten Anbietern inzwischen etliche Tausend Firmen tummeln, für die Fortbildung einfach eine Möglichkeit ist, Geld zu verdienen. Für alle, die nicht wissen, was sie von solchen Angeboten halten sollen, die oft sehr attraktiv und nicht selten sehr teuer klingen, hat mediafon-Berater Achim Nuhr "Zehn Tipps zur Prüfung von Fortbildungsangeboten" zusammengestellt. Die bieten zwar auch keine Garantie, können aber zumindest die Wahrscheinlichkeit senken, auf unseriöse Angebote hereinzufallen. Und seit 2017 gibt es den Weiterbildungsguide der Stiftung Warentest. Mit interaktiven Tools und praktischen Tipps kann der helfen, den richtigen Kurs für die eigene Karriere zu finden.



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Quelle: www.mediafon.net//ratgeber_haupttext.php3?id=413f0022aede3&ref=e_40e020e816dfd&si=5a064c5188e8f&view=print&lang=1
Druckdatum: 25.11.2017, 02:51:00