Freiwillige Arbeitslosenversicherung für Selbstständige

Vorbemerkung: Da die Bewilligungspraxis in den Arbeitsagenturen uneinheitlich ist, freuen wir uns über Erfahrungsberichte Betroffener, um dieses Kapitel ständig auf dem neuesten Stand halten zu können. Am besten einfach per Mail.

Seit einigen Jahren hat, wer sich selbstständig macht, unter bestimmten Bedingungen die Möglichkeit, sich freiwillig in der gesetzlichen Arbeitslosenversicherung weiter zu versichern. Die zunächst außergewöhnlich günstigen Bedingungen hierfür sind jedoch nach und nach erheblich verschlechtert worden.

Insbesondere das ursprünglich konkurrenzlos günstige "Preis-Leistungs-Verhältnis" dieser Versicherungsmöglichkeit wurde durch mehrere Beitragserhöhungen so verschlechtert, dass die freiwillige Versicherung heute nur noch für überdurchschnittlich qualifizierte Selbstständige günstiger ist als für Arbeitnehmer gleicher Qualifikation; wer seine selbstständige Tätigkeit ohne jede Qualifikation ausüben kann, zahlt für das gleiche Arbeitslosengeld mehr als eine Arbeitnehmerin:

Für einen (einkommens- und qualifikationsunabhängigen) Festbeitrag, der im Jahre 2010 noch unter 20 € lag und seit 2017 bei rund 90 € im Monat liegt, bekommen sie im Fall des Falles ein monatliches Arbeitslosengeld zwischen fast 700 € (keine Qualifikation, ledig, kein Kind, Ost) und mehr als 1.600 € (Hochschulabschluss, Ehepartner ohne eigenes Einkommen, Kind, West). Details zur Berechnung stehen im Kapitel "Das Arbeitslosengeld".

Zugang zur freiwilligen Arbeitslosenversicherung hat, wer sich aus einer arbeitslosenversicherungspflichtigen Beschäftigung oder aus dem Arbeitslosengeldbezug heraus selbstständig macht. Auch hierzu stehen die präzisen Bedingungen in einem gesonderten Kapitel.



Grundinformationen zum Thema Weiter im Haupttext Detailinformationen zum Thema
Sozialversicherung
Arbeitslosen-Pflichtversicherung für Arbeitnehmer
Bitte schalten Sie JavaScript ein!
Details zur Arbeitslosenversicherung für Selbstständige
Arbeitslosenversicherung für Selbstständige – lohnt sich das?
Das Arbeitslosengeld: wie viel, wie lange und was noch?



© 2017 mediafon
Quelle: www.mediafon.net//ratgeber_haupttext.php3?id=43e60c48815a1&ref=&si=5a064c5188e8f&view=print&lang=1
Druckdatum: 18.11.2017, 16:50:58