Rundfunkbeitrag für Wohnung, Auto und Büro

Das Thema Rundfunkbeitrag erfreut sich keiner allzu großen Beliebtheit – daran hat auch die Neuregelung der ehemals gerätebezogenen Rundfunkgebühr zum 1.1.2013 kaum etwas geändert:

Das System ist einfacher, aber auch einfach rabiater geworden. Denn musste nach der früheren Rechtslage schon Rundfunkgebühren bezahlen, wer ein Rundfunkgerät nur "bereit hielt" (sprich besaß) – auch ohne es zu benutzen, so muss man heute nicht einmal mehr ein Rundfunkgerät haben. An die Stelle der merkwürdigen Konstruktion des "Bereithaltens" ist das nicht weniger merkwürdige "Innehaben" getreten: Es genügt, wenn man eine Wohnung "inne hat" (oder ein Auto oder ein Unternehmen) – dann wird der Rundfunkbeitrag fällig.

Und das geht so: Für jede Wohnung wird ein Rundfunkbeitrag fällig, für jedes Auto ein Drittel Beitrag, bei Unternehmen ist es etwas verzwickter. Für die Wohnung zahlt der Wohnungsinhaber derzeit 17,50 € im Monat – und fertig. Egal wer darin wohnt, wie viele Radios, Fernseher und Internet-PCs darin stehen und ob sie nur privat oder auch beruflich genutzt werden.

Dabei heißt "jede Wohnung" wirklich jede Wohnung. Wer neben seinem Hauptwohnsitz noch eine Ferienwohnung, einen zweiten Haushalt am Arbeitsort oder eine Laube im Kleingarten hat, die zum Wohnen zugelassen ist, muss dafür jeweils noch einen Rundfunkbeitrag zahlen. Immerhin wurde mit dieser Neuregelung der leidige Streit begraben, ob für einen beruflich genutzten internetfähigen PC zusätzlich Rundfunkgebühren zu bezahlen sind.

Für Wohngemeinschaften ist die Sache damit einfacher (und billiger) geworden: Wer tatsächlich "zum Haushalt gehört", interessiert künftig nicht mehr. Für jede Wohnung wird nur noch ein Rundfunkbeitrag fällig. Mit dem auch alle Autoradios in den (ausschließlich privat genutzten) Autos der Bewohnerinnen abgedeckt sind.

Der "Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio", der im Prinzip die alte Gebühreneinzugszentrale (GEZ) unter neuem Namen ist, hat die Umstellung von der alten Rundfunkgebühr auf den neuen Rundfunkbeitrag zunächst aus eigenen Kräften mit eigenen Daten bewerkstelligt. Damit er weiter auf dem Laufenden bleibt, wer gerade was "inne hat", muss sich dort jeweils melden, wer eine Wohnung kauft oder mietet oder ein beruflich genutztes Auto neu auf seinen Namen zulässt (oder abmeldet). Der Beitrag ist dann jeweils monatsweise zu zahlen. Die Beitragspflicht endet mit dem "Ende des Innehabens", frühestens aber mit der entsprechenden Meldung an den Beitragsservice. Das heißt: Wer sein beruflich genutztes Auto verkauft, das aber nicht meldet, muss so lange weiter bezahlen, bis er die Meldung endlich nachgeholt hat.

Wie sich der neue Beitrag auf Selbstständige auswirkt, die außerhalb der eigenen Wohnung arbeiten, steht in einem eigenen Kapitel.



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Rundfunkbeitrag für Arbeitsräume außerhalb der Wohnung



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Quelle: www.mediafon.net//ratgeber_haupttext.php3?id=50d31121915c9&view=print&si=5a064c5188e8f&lang=1
Druckdatum: 21.11.2017, 22:22:05