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Namensfragen

Es ist ein maßlos überschätztes Thema – aber da es der Identitätsfindung dient, seien hier auch ein paar Angaben dazu gemacht, unter welchen Namen Selbstständige auftreten dürfen und wie sie ihren Namen schützen können. Maßlos überschätzt ist das Thema deshalb, weil der "ganz neue" Name, den man sich da in vielen Nächten des Brainstormings ausgedacht hat, so neu meist gar nicht ist: Eine Google-Suche nach dem "neuen" Namen zerstört diese Illusion ganz schnell.

Wichtiger aber: Im Geschäftsalltag der Selbstständigen, um die es hier geht, spielen Fantasienamen keine Rolle. Wer einen Laden aufmacht: gut, der sollte einen einprägsamen Namen haben. Eine Kneipe oder ein Internetversand sicher auch. Aber allein arbeitende Selbstständige, die etwa in Kunst und Medien, Bildung und IT individuelle Leistungen erbringen, die leben von dem, was sie als Person tun. Und wenn sie gut sind, dann werden sie als Person bekannt.

Früher, als ich noch mehr im Journalismus tätig war, da haben manchmal mir unbekannte Leute angerufen, die wollten einen Artikel von Goetz Buchholz haben. Nicht vom "Pressebüro context", obwohl wir uns doch extra so einen tollen Namen ausgedacht hatten (den, wie wir später merkten, damals auch schon sieben andere Büros in Westdeutschland trugen). Und meinen heutigen Büronamen "Worte en gros und en détail" finden viele wirklich originell. Aber wenn sie jemand anderem empfehlen, sich mit der verzwickten Steuerfrage doch mal an mich zu wenden, dann sagen sie: "Ruf doch mal Goetz Buchholz an."

Das ist auch gut so: Die Arbeit, die wir leisten, ist persönlich geprägt. Sie ist nicht austauschbar, weil sie von uns als Person lebt. Also vertraut einfach auf euren guten Namen! Und tut nicht so, als wäret ihr ein großes Unternehmen, das ihr gar nicht seid.



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