Zurück zur StartseiteDer mediafon-Ratgeber


  Inhalt  

  Über diesen Ratgeber  
  Suche  
  FAQ  
  Gebrauchsanweisung  
  Fehlermeldungen  


Der Einstieg
Statusfragen
Das Geschäft
Diverse Alltagsfragen
Kooperation
Gewinnsteuern
Umsatzsteuer
Sozialversicherung
Geschäftsversicherungen
Urheberrecht
Was schützt das Urheberrecht?
Wen schützt das Urheberrecht?
Wie entsteht der Urheberschutz?
Was gehört alles zum Urheberrecht?
Wie oft darf der Vertragspartner mein Werk nutzen?
Wie oft darf ich mein Werk 'verkaufen'?
Was dürfen Dritte mit meinen Werken tun?
Besondere Schutzrechte
Die Verwertungsgesellschaften
  
'Geld umsonst'
GEMA
GVL
Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst
Verwertungsgesellschaft Wort
  
Noch mehr Geld umsonst
  
Wenn GEMA und GVL Geld verlangen...
Gesundheit
Interessenvertretung
Anhang

'Geld umsonst'

Um an der jährlichen Ausschüttung der von den Verwertungsgesellschaften eingezogenen Gelder teilzuhaben, müssen Urheberinnen und Leistungsschutzberechtigte sich bei "ihrer" Verwertungsgesellschaft angemeldet haben. Das ist problemlos möglich und – außer bei der GEMA – kostenlos. Die Verwertungsgesellschaften sind gesetzlich verpflichtet, einen Wahrnehmungsvertrag mit jedem abzuschließen, der das verlangt (und Rechte im Bereich der jeweiligen Verwertungsgesellschaft besitzt).

Von Bedeutung sind hierfür in Deutschland vier Verwertungsgesellschaften:

Etliche Werke fallen also in den Bereich mehrerer Verwertungsgesellschaften, so dass bei der Meldung seiner Werke niemand falsche Bescheidenheit walten lassen sollte: Verträge mit mehreren Verwertungsgesellschaften sind nicht nur sinnvoll, sondern nötig, wenn etwa eine Rockgruppe eigene Kompositionen (GEMA) auf CD aufnimmt (GVL) oder wenn ein Filmemacher Drehbuchautor (VG Wort), Regisseur (GVL) und Kameramann (VG Bild-Kunst) in einer Person ist. Ist er außerdem noch Produzent, kommt noch eine der Film-Verwertungsgesellschaften hinzu.

Auch bei den Meldungen ist Bescheidenheit fehl am Platze: Die Ausschüttungen richten sich zumindest teilweise danach, welche geschützten Werke die Wahrnehmungsberechtigten ihrer Verwertungsgesellschaft gemeldet haben. Für eine Komposition etwa, die der GEMA nicht bekannt ist, gibt's auch keine Tantiemen. Einzelheiten werden im Folgenden für jede VG gesondert dargestellt.

Einige Verwertungsgesellschaften unterscheiden zwischen den Wahrnehmungsberechtigten oder angeschlossenen Mitgliedern (das kann jeder werden) und den ordentlichen Mitgliedern, die Mitspracherechte bei VG-internen Angelegenheiten haben, insbesondere bei der Verwendung und Verteilung der Einnahmen. Voraussetzung für eine ordentliche Mitgliedschaft ist in der Regel eine mehrjährige Wahrnehmungsberechtigung, ein bestimmtes Tantiemenaufkommen und/oder eine hauptberufliche Tätigkeit. Die GEMA kennt als Zwischenstufe noch das außerordentliche Mitglied. Für die Höhe der individuellen Ausschüttungen macht die Art der Mitgliedschaft keinen Unterschied.

Die Verwertungsgesellschaften schütten Tantiemen nicht nur an Urheberinnen, sondern auch an die jeweiligen Verlage aus. Wer z.B. Bücher im Selbstverlag herausbringt, sollte sich bei der jeweiligen VG nach den entsprechenden Regelungen erkundigen; sie werden im Folgenden nicht berücksichtigt.



Grundinformationen zum Thema Weiter im Haupttext Detailinformationen zum Thema
Urheberrecht
Noch mehr Geld umsonst
Bitte schalten Sie JavaScript ein!
GEMA
GVL
Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst
Verwertungsgesellschaft Wort


Druckversion dieser Seite