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Verpackungsmaterial, Entsorgungspflichten und Systemanbieter

Wer beruflich Waren verpackt und verschickt, ist ab dem Jahr 2019 europaweit als Absender für die Entsorgung von Verpackungen der Endkunden verantwortlich. Konkret muss sich an einem Recyclingsystem beteiligen, wer gemäß § 3 Nr. 8 VerpackG "mit Ware befüllte Verkaufs- und Umverpackungen, die nach Gebrauch typischerweise beim privaten Endverbraucher als Abfall anfallen" verschickt. Beteiligung heißt in diesem Fall: Es muss eine Lizenz bei einem anerkannten Verwertersystem für Verpackungen erworben werden, um Bußgelder oder Abmahnungen von Mitbewerbern zu vermeiden. Da es hier keine Bagatellgrenze gibt – siehe auch dieses Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister (SZSV) gibt es zu dem Procedere viele weitere Informationen und Handlungsanleitungen.

Was ist konkret zu tun?

Eigentlich ist es ganz einfach: Wer Verpackungen in Verkehr bringen, muss sich zuerst bei der Stiftung registrieren. Dort gibt es eine Registrierungsnummer, die zur Anmeldung bei einem dualen System der eigenen Wahl gebraucht wird. Wer hier der ToDo-Liste der SZSV folgt, kann eigentlich nicht viel falsch machen. Entscheidend ist, dass am Ende der Anmeldungen ein Eintrag im öffentlichen Verpackungsregister Lucid steht. Wer dort nicht gelistet ist und Verpackungen in Verkehr bringt, riskiert die bereits erwähnten Bußgelder sowie Abmahnungen von Mitbewerbern.

Je nach Verpackungsmaterial und Menge, die mindestens jährlich an Lucid gemeldet werden müssen, verlangen die verschiedenen Systemanbieter ein sogenanntes Systembeteiligungsentgelt. Eine immer noch aktuelle Übersicht der anerkannten Systeme aus dem Jahr 2016 gibt es bei der IHK. Preise vergleichen lohnt sich: Der Ablassbrief für ein Kilo Papier und Pappe etwa kostet bei reclay 6,13 € netto pro Jahr, beim System Grüner Punkt hingegen ist selbst bei Kleinstmengen ein Basisvertrag fällig. Der kostet 11,67 € netto pro Monat und muss für mindestens zwei Jahre abgeschlossen werden. (Preisstand 1.12.2018)





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